Die Platzerlaubnis beim Golf
Damit nicht jeder Laie gleich die in der Bundesrepublik vorhandenen Golfplätze stürmt und erfahrene Spieler hier bei der ordentlichen Durchführung ihres Sportes hindert, hat sich eine Art “Führerschein” für den Golfspieler seit Jahrzehnten etablieren können – die so genannte Platzerlaubnis.
Eine Platzerlaubnis, die einem den Zutritt zu sämtlichen Golfbahnen des Landes ebnet, lässt sich prinzipiell von jedem Golfsportler erwerben, der sowohl mit den theoretischen und praktischen Grundlages des Spiels sowie einer gewissen Etikette der Golfspieler untereinander vertraut ist. Ob dies jeweils vorliegt, wird durch eine theoretische und eine praktische Überprüfung getestet, an deren Ende im Idealfall die Platzerlaubnis steht.
Der theoretische Teil prüft hierbei vorrangig die Kenntnisse der offiziellen Golfregeln sowie den Verhaltenskodex der Sportler untereinander ab. Unzählige Golfclubs bieten für diesen Teil der Prüfung spezielle Regelabende an. Der praktische Teil, der oftmals einem Anfängerkurs gleicht, besteht aus dem Erlernen sowie der abschließenden Prüfung aller im Golfspiel wichtigen Schläge und Hindernisse. Diese im Rahmen eines praktischen Parcours – oftmals aus sechs und neun Löchern – meistern zu können, stellt meist die Abschlussprüfung für die Platzerlaubnis dar.
Üblicherweise ist ein Golfspieler in der Lage, durch regelmäßiges Training die Platzerlaubnis binnen eines Viertel- oder maximal eines halben Jahres zu erwerben.