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Die Golfetikette

Die Golfetikette ist eine Art Knigge des Golfplatzes, auf den jeder Golfclub und sämtliche professionellen Spieler großen Wert legen. Schon früh wird der Anfänger des Sportes mit diesem Regelwerk vertraut gemacht, welches das Verhaltens des Einzelspielers sowie der Spieler untereinander vorgibt.

Die Golfetikette kümmert sich beispielsweise um die Sicherheit auf dem Platz und legt den Spielern nah, in bestimmten Schlag- und Spielsituationen über den sportlichen Ehrgeiz nicht die mögliche Gefährdung anderer zu vergessen. Gerade die Gefahr, von einem Ball, Sand oder anderen Objekten getroffen zu werden, soll schließlich unterbunden werden.

Auch für mögliche Streitsituationen, was das Vorrecht der Benutzung einer Bahn oder das angemessene Spieltempo angeht, gibt die Golfetikette Rat. Die Rücksicht auf sämtliche Mitspieler ist auch hier oberstes Gebot, die beispielsweise auch nicht durch eigenes Equipment behindert werdn sollen.

Letztlich spricht die Golfetikette auch den Umgang des Golfers mit dem Platz an und gibt klare Regeln vor, wie sowohl das zu bespielende Grün und die Hindernisse, wie auch die umliegende Natur geschont und geschützt werden soll. Je nach Beschaffenheit einer Golfanlage kann es hier auch zu speziellen Regeln einzelner Golfclubs kommen, die die universell gültige Golfetikette ergänzen.

Die Platzerlaubnis beim Golf

Damit nicht jeder Laie gleich die in der Bundesrepublik vorhandenen Golfplätze stürmt und erfahrene Spieler hier bei der ordentlichen Durchführung ihres Sportes hindert, hat sich eine Art “Führerschein” für den Golfspieler seit Jahrzehnten etablieren können – die so genannte Platzerlaubnis.

Eine Platzerlaubnis, die einem den Zutritt zu sämtlichen Golfbahnen des Landes ebnet, lässt sich prinzipiell von jedem Golfsportler erwerben, der sowohl mit den theoretischen und praktischen Grundlages des Spiels sowie einer gewissen Etikette der Golfspieler untereinander vertraut ist. Ob dies jeweils vorliegt, wird durch eine theoretische und eine praktische Überprüfung getestet, an deren Ende im Idealfall die Platzerlaubnis steht.

Der theoretische Teil prüft hierbei vorrangig die Kenntnisse der offiziellen Golfregeln sowie den Verhaltenskodex der Sportler untereinander ab. Unzählige Golfclubs bieten für diesen Teil der Prüfung spezielle Regelabende an. Der praktische Teil, der oftmals einem Anfängerkurs gleicht, besteht aus dem Erlernen sowie der abschließenden Prüfung aller im Golfspiel wichtigen Schläge und Hindernisse. Diese im Rahmen eines praktischen Parcours – oftmals aus sechs und neun Löchern – meistern zu können, stellt meist die Abschlussprüfung für die Platzerlaubnis dar.

Üblicherweise ist ein Golfspieler in der Lage, durch regelmäßiges Training die Platzerlaubnis binnen eines Viertel- oder maximal eines halben Jahres zu erwerben.